Das Tanzania-Projekt geht weiter: Vielleicht schon bald mit dir….?

Wie in den meisten afrikanischen Ländern leidet auch das Gesundheitssystem in Tanzania. Die meist überbelegten Krankenhäuser verfügen über zu wenig ärztliches Personal, das zusätzlich oft unzureichend ausgebildet und unterbezahlt ist. Eine der Auswirkungen unkoordinierter Entwicklungshilfe. Freiwillige Helfer aus dem Ausland drängen zwar in das Land um Patienten unentgeldlich zu behandeln, was wiederum zur Folge hat, dass die Löhne der afrikanischen Mediziner dramatisch sinken. Immer mehr einheimische Ärzte entscheiden sich daher das Land zu verlassen, was bedeutet dass die medizinische Grundversorgung nicht mehr gegeben ist. Der Staat scheint bis jetzt dieses Problem nicht erkannt zu haben, somit verschlechtert sich das Gesundheitssystem stetig! Besonders die Landbevölkerung leidet unter der Ärzteflucht. Auch unser Zahnbehandlungsraum steht in einer „dispensary“ (einer kleinen Krankenstation) in Uchira, einem Dorf mit ca. 5000 Einwohnern an der Hauptstraße Daressalam-Arusha. Uchira befindet sich 28 km vor Moshi, der zweitgrößten Stadt in der Region Kilimanjaro. „Richtige“ Zahnheilkunde wie kleine orale Chirurgie, Füllungstherapie und Endodontie gab es bisher nur, wenn wir aus Österreich vor Ort waren – Mittlerweile können wir auch Kunststoff-Teilprothetik anbieten, da wir mit Hilfe und Unterstützung unseres Zahntechnikers und Freundes Valentin Brugger und seiner Frau Doris ein kleines zahntechnisches Labor vor Ort einrichten konnten. Der junge Afrikaner Ernest Mrema war von Juni bis September 2011 zur zahntechnischen Ausbildung für Kunststoff-Teilprothetik in Österreich. Er soll das Erlernte zukünftig in Uchira anwenden  können. Der Behandlungsplatz wird derzeit ganzjährig von einem ansässigen Allgemeinmediziner mitbenutzt, um einfache Schmerzbehandlungen durchzuführen. Unser Ziel ist es jedoch die zahnmedizinische Versorgung einem dort wohnhaften Afrikaner zu übertragen. Wir wollen Hilfe zur Selbsthilfe leisten!

Unsere Supporter: Seit 2010 konnten wir Dr. Francis Roman, einen Zahnarzt aus Tanzania als Unterstützer für unser Projekt gewinnen. Er betreut jeden Samstag in Uchira Patienten. Von Montag bis Freitag arbeitet er im Kibosho general hospital, Kibosho/Tanzania.

-Curricula vitae von Dr. Francis Roman und Ernest Mrema-

 

Unser Projekt wird zusätzlich von der Meduni Graz unterstützt. Univ. Prof. DDr. Norbert Jakse konnte unser Projekt von Anfang an begeistern. Dank seines Einsatzes werden nun halbjährlich zahnmedizinische Praktika für Studenten unter Aufsicht eines Lehrbeauftragten vor Ort  angeboten. Der Aufenthalt wird den Studierenden als freies Wahlfach angerechnet. Selbstverständlich sind praktizierende Zahnärzte jeden Alters stets willkommen, ist doch  der Aufenthalt bestens mit einem Besuch der umliegenden Nationalparks TaranigreNgorongoro, Lake ManyaraSerengeti etc.. oder der Besteigung des Kilimanjaros oder des Mt. Meru kombinierbar!

Ebenfalls dankbar sind wir über materielle Unterstützung in Form von zahnärztlichen Gebrauchs- bzw. Verbrauchsgegenständen (Composite, Guttapercha etc..) Jegliche finanzielle Unterstützung kommt der Pflege und der Instandhaltung unseres Zahnbehandlungsraumes Zugute, fließt also direkt in dieses Projekt.